Showcase-Details

Showcase

Screenshot-2022-09-27-114257.png

11’521 digital-demokratische Schritte für einen modernen Lenzburger Wald

27.09.2022 11:46:49

Wie erfährt eine Gemeinde, was ihren Einwohnerinnen und Einwohnern wirklich wichtig ist? Die Stadt Lenzburg setzte dafür in Zusammenarbeit mit CitizenTalk, der Ostschweizer Fachhochschule (OST) sowie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) auf Schwarmintelligenz, Algorithmen und Sozialwissenschaft. Während vier Wochen im Sommer konnte sich die Öffentlichkeit digital in die öffentliche Diskussion über die Zukunft des Lenzburger Waldes einbringen. Die genutzte App CitizenTalk nutzt hierfür moderne Algorithmen in Kombination mit sozialwissenschaftlichen Methoden, um die digitale Demokratie in der Hosentasche möglich zu machen.

Ruhe oder Action? Bike-Trails oder Sitzbänke? Naturnähe oder Outdoor-Freizeitpark? Alles so belassen, wie es ist? Auf der Suche nach der Zukunft des Lenzburger Waldes wollten sich der Lenzburger Stadtrat und die Ortsgemeinde nicht nur auf den üblichen politischen Aushandlungsprozess verlassen. Die Bevölkerung sollte die Gelegenheit bekomme, sich direkt zu äussern, lange bevor konkrete Projekte diskutiert und geplant werden.

So kam es, dass Besucher im Lenzburger Wald im Juni von Informationstafeln begrüsst wurden. Ein kurzer Scan eines QR-Codes auf der Tafel genügte, um via der App Citizentalk an einer vierwöchigen digitalen Diskussion teilzunehmen. Bedenken, dass der digitale Prozess Ältere ausschliessen könnte, bestätigten sich nicht. Die Auswertung der Nutzerangaben zeigt: Der Grossteil der rund 300 aktiven Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab an, zwischen 40 bis 70 Jahre alt zu sein.

Wie funktioniert digitale Meinungsbildung?
Die Teilnehmenden konnten nicht nur aus den 15 ursprünglichen vom Projektteam angebotenen Ideen für die Zukunft des Waldes auswählen, sondern auch eigene Ideen einbringen. «Wir wollten ein breites Meinungsbild als Basis für die Entscheide schaffen, die die Zukunft unseres Waldes prägen werden», so Lenzburger Vizestadtammann Andreas Schmid, der zusammen mit Stadtoberförster Matthias Ott die treibende Kraft hinter dem Projekt war.

Dafür wurden die Ideen in einer Art Online-Duell-Roulette – von einem Live-Algorithmus nach statistischen Methoden moderiert – so lange gegeneinander abgewogen, bis klar war, welche Anliegen den grössten Rückhalt unter den Nutzerinnen und Nutzern haben. Verifiziert wurde die digitale Meinungsbildung von einem an der OST entwickelten Algorithmus, der nach mathematisch-statistischen Prinzipien arbeitet. «Es ist zum Beispiel möglich, dass auch kurz vor dem Ende des Prozesses noch neue Ideen eingehen, die dann durch gezielte Duell-Paarungen direkt gegen die aktuell führenden Ideen antreten müssen – setzen sie sich dabei durch, können auch sehr knapp vor Schluss eingereichte Vorschläge noch hohe Bewertungen erreichen und in den Top-Rankings landen», erklärt Lin Himmelmann, der den Algorithmus entwickelt hat. Bei komplexen Fragestellungen könne zudem ein menschlicher Moderator ergänzend unterstützen – etwa, um sehr ähnliche, aber unterschiedlich formulierte Ideen (Duplikate) für die Ideen-Duelle zusammenzufassen.

213 neue Ideen, 11’521 Abstimmungs-Duelle
Die Idee, bei öffentlichen Meinungsbildungsprozessen via App auf die Schwarmintelligenz der Bevölkerung zu setzen brachten nicht nur 213 eigene Ideen ein, sondern fütterten die App auch insgesamt 11’521 Mal mit konkreten Meinungsäusserungen zu den Idee-Duellen. Diese aktive Teilnahme hat es erlaubt, zuverlässig die Anliegen zu identifizieren, die den grössten Rückhalt bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geniessen.

Drei Bereiche, 30 Favoriten
Insgesamt kamen in den drei gefragten Bereichen «Infrastruktur», «Bedürfnisse» und «Aktivitäten» 30 Favoriten zusammen. Um die 30 Favoriten unter den mehr als 200 Ideen zu ermitteln, arbeitet in der App eine komplexe Methodik bestehend aus dem Meinungsbildungskonzept, dem Algorithmus und den sozialwissenschaftlichen Auswertungen.

Die Auswertungen geben einen tiefen Einblick, wie die Menschen den Wald heute wahrnehmen und nutzen. So gehen etwa die meisten in den Wald, um die Natur zu beobachten und zu geniessen und wünschen sich einen sauberen, möglichst naturnahen Wald.

Die nächsten Schritte?
Wie es in Zukunft konkret mit dem Lenzburger Wald weitergeht, werden der Lenzburger Stadtrat und die Ortsgemeinde als Wald-Eigentümerin basierend auf den detaillierten Auswertungen des digitalen Meinungsbildungsprozesses diskutieren. Vizeamann Schmid sieht sich in dem Versuch bestätigt, bei der Suche nach Ideen für die Zukunft des Lenzburger Waldes ein innovatives Experiment gewagt zu haben: «Wir haben eine breite und unabhängige Einsicht gewonnen, wie die Bevölkerung den Wald heute nutzt und wie sie ihn in Zukunft nutzen möchte und damit eine sehr gute Grundlage für die weitere politische Diskussion».

Passende Tags:

E-Partizipation

Kommunikation

  • add_circleremove_circle E-Mitwirkung: Digitale Lösung für Mitwirkung und E-Partizipation Konova AG – E-Mitwirkung

    E-Partizipation

    Kommunikation

    Die Gemeinden stehen vor der Herausforderungen, komplexe Vorhaben umzusetzen. Oftmals ist es sinnvoll oder sogar gesetzlich erforderlich, die Anspruchsgruppen wie z.B. die Bevölkerung, Parteien oder Vereine in den politischen Prozess einzubeziehen. Partizipative Prozesse sind aber oft mit Unsicherheiten und einem hohen Aufwand erfunden.

    Mit der digitalen Lösung «E-Mitwirkung» der Schweizer Firma Konova AG können diese Herausforderungen effektiv und effizient angegangen werden. Die praxisgeprüfte und rechtskonforme Lösung ermöglicht den einfachen Einbezug der Anspruchsgruppen. Rückmeldungen zu Konzepten, Verordnungen, Strategien oder visuellen Karten können strukturiert eingeholt und effizient ausgewertet werden. Mit den Dialogfunktionen kann zudem die Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Bevölkerung zeitgemäss und kostengünstig umgesetzt werden.

    Zu den Einsatzzwecken gehören Vernehmlassungen, öffentliche oder interne Mitwirkungen oder Strategieprozesse in Gemeinden, Städten, Regionen und Kantonen. Die Lösung wird mittlerweile in[…]

    Mehr
  • add_circleremove_circle Vom Workshop bis zu Einwohnerbefragungen: konzipieren, erheben und interpretieren Transfer Plus

    Kommunikation

    Wenn bedeutende Enwicklungsprojekte, Vorlagen oder Jahresbudgets an der Urne abgelehnt werden, so wäre dies oftmals zu verhindern gewesen.

    Wer die Bedürfnisse der Bevölkerung kennt, kann
    - berechtigte Einwänden frühzeitig in die Planung mitaufnehmen
    - die Kommunikation am vorherrschenden Wissensstand auszurichten
    - auf vorhandene Konfliktlinien proaktiv thematisieren
    - die Legislaturplanung Bedürfnisorientiert gestalten

    Dazu bedarf es nicht nur der direkten Mitarbeit von Einwohnerinnen und Einwohnern, sondern vor allem eine professionelle Anwendung der zur Verfügung stehenden Methoden sowie der fachkundig-kompetenten Interpretation der Resultate.

    Die Wirtschaftspsychologen von Transfer Plus unterstützen unsere Kunden aus Wirtschaft und Verwaltung bei der Realisierung von Meinungsforschungsprojekten, immer dann, wenn diese verlässliche und belastbare Resultate liefern soll

    Dazu kommen eine Vielzahl von partizipativen Gefässen und Methoden zum Einsatz,
    - Einzelinterviews mit Opinion […]

    Mehr
  • add_circleremove_circle Swiss Climate Challenge für Gemeinden Swisscom

    Kommunikation

    Die Swiss Climate Challenge ist eine spielerische und belohnende Challenge zum Thema Klimaschutz für die Bevölkerung, die die Möglichkeiten der Technologie (Smartphone, Smart Data, Blockchain) nutzt, um die Bevölkerung für einen klimafreundlichen Lebensstil zu motivieren.
    Mit Hilfe des Green Coins kann die Bevölkerung für nachhaltiges Verhalten belohnt werden und diesen z.B. lokal bei nachhaltigen Anbietern ausgeben. Es kann damit auch eine Art lokale Wirtschaftsförderung betrieben werden.

    Mehr
  • add_circleremove_circle IncaMail – Vertrauliche E-Mails verschlüsseln Schweizerische Post – Kommunikations-Services

    Kommunikation

    IncaMail ist der E-Mail-Verschlüsselungsdienst der Schweizerischen Post für den einfachen und sicheren Versand von sensiblen Nachrichten und Dokumenten per E-Mail. Bereits heute vertrauen zahlreiche Behörden, Unternehmen und Privatpersonen auf IncaMail, wenn es um den Versand persönlicher, vertraulicher und eingeschriebener E-Mails geht. IncaMail ist vom Bund offiziell als sichere elektronische Zustellplattform anerkannt.
    Anwendungsmöglichkeiten von IncaMail


    • Einzelversand

    • Massenversand

    • Private Kommunikation


    Mit IncaMail verschicken Sie sichere E-Mails direkt aus den gängigsten Mail Clients oder aus der Business Software. Mit dem Webinterface von IncaMail können Sie verschlüsselte E-Mails mit Ihrer persönlichen E-Mail-Adresse verwenden.

    Weitere Infos:

    Mehr
  • add_circleremove_circle Infos und Unterhaltung an Bahnhöfen und Bushaltestellen Cisco Systems

    Kommunikation

    Bereitstellung von Informationen und Unterhaltung für die Fahrgäste der örtlichen Busse, Züge, Straßenbahnen.

    (Cisco / Zurich Versicherung)

     

    Mehr
  • Mehr Passende Produkte / Projekte
  • add_circleremove_circle Digitale Mitwirkung in Planungsvorhaben am Beispiel Goldach

    E-Partizipation

    Kommunikation

    Kommunale Planungsvorhaben sind oft komplexe, anspruchsvolle Vorhaben. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung frühzeitig darüber zu informieren und miteinzubeziehen. Die Gemeinde Goldach im Kanton St. Gallen steht exemplarisch für zahlreiche Gemeinden in der Deutschschweiz, die dafür auf einen digital unterstützen Dialog- und Mitwirkungsprozess gesetzt haben.

    Mit der E-Mitwirkung stellte die Gemeinde Goldach der Bevölkerung einen innovativen Weg zur Partizipation an der Ortsplanung bereit. Neben einer Kurzbefragung mit 13 Fragen zu den Stossrichtungen des Gemeinderates und dem erweiterten Fragebogen konnte sich die Bevölkerung konkret zum Richtplanentwurf und den verschiedenen Kartendokumenten über die digitale Plattform äussern. «Die Ortsplanung ist eine komplexe Angelegenheit. Mit der digitalen Mitwirkung sollte nicht nur die Beteiligung erhöht werden, sondern auch die eher trockene Materie der Bevölkerung nähergebracht werden», so Dominik Gemperli, Gemeindepräsident von Goldach.

    Die digitale Mitwirkung war ein voller Erfolg. Mehrere […]

    Mehr
  • add_circleremove_circle Die Stadt Thun setzt auf den Melder der Post

    E-Partizipation

    Ausgangslage:
    Die Stadt Thun wollte eine einfache digitale Lösung, mit welcher Einwohner übers Mobile Verbesserungsvorschläge, Meldungen über Schäden an der öffentlichen Infrastruktur, Sichtung von Neophyten oder Lob direkt an die Gemeinde richten können.

    Die Lösung:
    Die Stadt Thun hat die Gemeinde-App «My Local Services» schon seit April 2021 im Einsatz und wurde mit der Fachstelle Umwelt Energie Mobilität in Zusammenarbeit mit Abteilung Stadtmarketing und Kommunikation sowie dem Tiefbauamt initialisiert. Die Bewohner der Stadt Thun können die App gratis herunterladen und erfassen Meldungen ganz einfach. Mit wenigen Clicks sind Fotos hochgeladen, Beschreibungen erfasst und dank der hinterlegten GPS-Position der Standort erfasst. Am Schluss erfasst der Sender seine E-Mail, damit die Gemeinde auf die Meldung antworten kann.
    Die Gemeinde-App bietet weitere Vorteile wie z.B. Lokale News per Push-Steuerung, lokale Angebote, Events und einen Abfallkalender.

    Der Nutzen:
    Das sehr einfache und nutzerfreundliche System hilft[…]

    Mehr
  • add_circleremove_circle Wie die Gemeinde Fällanden ihre Bauvorhaben mithilfe von digitalen Zwillingen partizipativ kommuniziert

    E-Partizipation

    Kommunikation

    Die Zürcher Gemeinde Fällanden stand vor dem folgenden Problem: Die Gemeinde verfügte über keine echte Begegnungszone für ihre Bevölkerung. Zudem musste das Ratshaus entweder renoviert oder ersetzt werden.

    Da diese beiden Entwicklungsprojekte den öffentlichen Raum betreffen, war es der Gemeinde ein Anliegen, ihre Bewohner bei der Ausgestaltung möglichst stark einzubeziehen.

    Fällanden wollte dafür nicht nur mit statischen 2D-Plänen arbeiten, sondern der Bevölkerung eine realistischere, interaktivere Alternative anbieten, mit der der Kontext der Neubauten anschaulich visualisiert werden kann. Mit der daraus resultierenden Klarheit sollte eine partizipativere und gleichzeitig schnellere Entscheidungsfindung erreicht werden.

    Nomoko erstellte in der Folge mittels hochauflösenden Drohnenaufnahmen einen digitalen 3D-Zwilling der Gemeinde Fällanden, in dem die CAD-Modelle der geplanten Bauvorhaben integriert werden konnten.

    Besonders die fotorealistischen Visuals und die Möglichkeit, verschiedene Lichteinstrahlungen und[…]

    Mehr
  • add_circleremove_circle «Stabil, sicher – und ideal fürs Homeoffice.»

    Kommunikation

    Der Gemeindeschreiber Martin Grichting arbeitet dort, wo andere Menschen ihre Ferien geniessen. Die Gemeindeverwaltung Riederalp ist im Schulhaus von Ried-Mörel untergebracht, einem malerischen Oberwalliser Bergdorf. Noch eine Etage höher – 1900 Meter über Meer auf der Riederalp – ist die Gemeinde mit einem Schalter präsent. Rund 480 Einwohnerinnen und Einwohner zählt die Gemeinde. «Unsere Infrastruktur – z. B. Wasser, Abwasser, Energie – ist jedoch für eine kleine Stadt ausgelegt», stellt Martin Grichting fest. Der Grund: Während der Touristensaisons sind Höchstleistungen gefordert, insgesamt rund 6000 Gästebetten werden auf Gemeindegebiet angeboten.

    Vor einigen Monaten zeichnete sich ab, dass der Server auf dem Dachboden der Gemeindeverwaltung ersetzt werden musste. Dies hätte beträchtliche Investitionen mit sich gebracht. Weiter auf der Traktandenliste der Gemeinde standen die bezirksweite Einführung einer neuen Verwaltungssoftware, das Thema Homeoffice sowie das Verbessern der Datensicherheit. Einmal sei die Gemeindeverwaltung von Hackern angegriffen[…]

    Mehr
  • add_circleremove_circle Fit4Digital: 80 Prozent aller Services der Aargauer Gemeinden im Smart Service Portal

    Kommunikation

    In Kürze
    Am 24. März 2022 ging das Smart Service Portal der Aargauer Gemeinden und der kantonalen Verwaltung live. Die Idee für ein gemeinsames Portal ging aus der E-Government-Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau hervor, in welcher die Strub & Partner GmbH seit der Gründung im Jahr 2013 die Anforderungen und Bedürfnisse der Gemeinden einbringen darf.
    Um die kommunalen Services für das Smart Service Portal vorzubereiten, brauchten die 170 auf freiwilliger Basis teilnehmenden Gemeinden (Stand Oktober 2022) eine Organisation und ein Konzept. Strub & Partner erarbeitete hierfür 2019 das kommunale Innovationsprogramm Fit4Digital, welches sie nun auch umsetzen durfte und zur erfolgreichen Lancierung des Smart Service Portals geführt hat. Die Umsetzung von Fit4Digital ist eine enorme Team-Leistung, auf die wir besonders stolz sind.

    Ausgangslage
    Seit Beginn der E-Government-Zusammenarbeit mit dem Kanton Aargau stand jeweils das Umsetzen einzelner, voneinander losgelöster Services, im Vordergrund. In der Folge entstand das Bedürfnis,[…]

    Mehr
  • Mehr Passende Showcases

Kontakt

Geschäftsstelle

Verein «Myni Gmeind»
Geschäftsstelle c/o reflecta ag
Zieglerstrasse 29
3007 Bern
Tel: 031 387 37 39

Ansprechpersonen

Alexander Sollberger, Vereinspräsident

alex.sollberger@mynigmeind.ch

Noé Blancpain, Geschäftsführer

noe.blancpain@mynigmeind.ch